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Das Jubiläumsjahr

Feldkirch ist seit Jahrhunderten eine Bildungsstadt

Bereits im späten 14. Jahrhundert beherbergte Feldkirch eine berühmte Lateinschule. Zur Zeit der Renaissance besuchten fast 500 Feldkircher eine europäische Universität – und das bei einer Einwohnerzahl von ca. 1.500 Personen.

 

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Historische Hintergründe

1649 wurde das städtische Gymnasium gegründet, 1856 gründeten die Jesuiten das Kolleg Stella Matutina. Schüler aus der ganzen Welt strömten in die Stadt. Der Bludenzer Schriftsteller Josef Wichner verewigte Feldkirchs Ruf mit seinem autobiographischen Werk „Im Studierstädtlein“. Mädchen blieb der Zugang zu höherer Bildung aber bis weit ins 20. Jahrhundert verwehrt. Die später erste Architektin in Vorarlberg, Adelheid Gnaiger, wurde Ende der zwanziger Jahre noch nicht ins Feldkircher Gymnasium aufgenommen und musste in die Landesrealschule nach Dornbirn ausweichen. Seit 1910 widmete sich das Institut St. Josef aber der Mädchenbildung. Heute sind viele Schulen in Feldkirch ansässig, darunter auch die Pädagogische Hochschule und das Landeskonservatorium.

 

Die Stella Matutina


Von 1856 bis 1979 gab es in Feldkirch eine berühmte Schule, die Stella Matutina. Dieses Jesuitenkolleg besuchten mehr als 10.000 Zöglinge aus aller Welt, darunter 662 Grafen, 521 Freiherrn, 66 Prinzen, 22 Marquis, 21 Barone, 14 Ritter, fünf Fürsten, ein Herzog und drei Erzherzöge.
Zu den berühmtesten Persönlichkeiten zählten

  • Arthur Conan Doyle, der Schöpfer des Sherlock Holmes,
  • Clemens August Graf von Galen, Kardinal und erbitterter Gegner des Nationalsozialismus,
  • Theologe Hans Urs von Balthasar oder
  • die österreichischen Bundeskanzler Otto Ender und Kurt von Schuschnigg.